Trockeneisstrahlen
Reinigen und Abtragen ohne Wasser, ohne Chemie und ohne Strahlmittel, das hinterher entsorgt werden muss.
Wie es funktioniert
Wir beschleunigen Kohlendioxid in fester Form auf die Oberfläche. Die Körner sind rund 78 Grad kalt, versprüden die anhaftende Schicht und gehen im Aufprall unmittelbar in Gas über. Zurück bleibt nur das, was abgetragen wurde. Das Strahlmittel selbst verschwindet.
Wofür wir es einsetzen
- Schimmelbefall an Holz, besonders an Dachstühlen und Balkenlagen
- Alte Beschichtungen und Anstriche
- Reinigung von Beton, Mauerwerk und Stahl
- Untergrundvorbereitung vor dem Beschichten
Warum das bei Holz oft die bessere Wahl ist
Ein Dachstuhl verträgt keine Nässe und kein festes Strahlgut, das anschließend zwischen den Balken und in der Dämmung liegen bleibt und das Holz schädigt. Beim Trockeneisstrahlen kommt kein Wasser in den Aufbau, und es bleibt kein Sand und kein Granulat zurück, das man nie wieder vollständig herausbekommt. Die Oberfläche bleibt außerdem weitgehend erhalten, weil nicht wie beim Sandstrahlen tiefe Materialschichten mit abgetragen werden. Das an der Oberfläche entfernte Material wird anschließend aufgesaugt.
Ein klassischer Fall aus unserer Arbeit: ein Dachstuhl, bei dem am Ende der Bauzeit die Entlüftung am First fehlte. Das Kondensat schlug sich auf dem Holz nieder, der Schimmelpilzbefall folgte. Abgetragen haben wir ihn mit Trockeneis.
Was zu einer Schimmelpilzsanierung dazugehört
Das Strahlen allein ist nur ein Teil der Arbeit.
- Abschottung des Arbeitsbereichs, damit die freigesetzten Partikel nicht in die übrigen Räume gelangen.
- Absaugung während des Abtrags bei verwendung von Schleifgeräten mit Industriesauger der Staubklasse H. Beim Trockeneistrahlen selbst sorgt eine Umlufthaltung über Filterboxen für eine erste Partikelabscheidung.
- Beseitigung der Ursache. Solange dir Ursache und Feuchtevorkommen verbleiben, erfolgt eine neuer Befall.
- Kontrolle des Erfolgs, durch Freimessung z.B. durch Luftpartikelsammlung und Auswertung nach WTA 4-12.
Was das Verfahren nicht leistet
Trockeneisstrahlen trägt Befall mechanisch ab. Es desinfiziert nicht und es ersetzt keine Trocknung. Wo das Holz bereits geschädigt ist oder der Befall tief im Material sitzt, hilft kein Strahlverfahren, dort muss ausgetauscht werden.
Bauteilbedingt gibt es weitere Grenzen. Empfindliche Oberflächen, weiche Untergründe und lose Beschichtungen reagieren unterschiedlich. Deshalb legen wir bei größeren Flächen zuerst eine Probefläche an.
Was wir vor Ort brauchen
Das Verfahren braucht viel Druckluft, der über unseren Diesel betrieben Kompressor bereitgestellt wird. Da beim Strahlen Kohlendioxid frei wird und dieses schwerer als Luft ist, sorgen wir in geschlossenen und tief liegenden Räumen wie Kellern, Gruben und Dachgeschossen für Durchlüftung.
Aus unserer Arbeit
Befallener Dachstuhl vor der Bearbeitung
Holz-Balkon reinigen und alte Farbe abstrahlen
Betonoberfläche vor der Reinigung